Kreidezähne: Suche nach der Ursache

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Dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland unter sogenannten Kreidezähnen (MIH/Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) leiden, ist bekannt – nach wie vor ist aber nicht eindeutig geklärt, was Ursache dieser Entwicklung ist. Kreidezähne bedeutet, dass die betroffenen Zähne, zumeist Frontzähne (Inzisivi), mit einer Schmelzbildungsstörung herauskommen, meist weißlich, aber auch bräunlich verfärbt sind. Zudem ist der Zahnschmelz nicht fest, sondern porös, was die Zähne enorm anfällig für Zahnfäule (Karies) macht. In den letzten Jahren fanden Forscher immer mehr mögliche Auslöser, vielleicht – so eine häufig geäußerte Meinung – kommen bei den betroffenen Kindern auch mehrere Faktoren zusammen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein wies kürzlich auf diese unterschiedlichen Erkenntnisse im Bereich der MIH-Ursachenforschung hin: Während Wissenschaftler-Kreise aus den USA Anzeichen eines Zusammenhangs von MIH und Bisphenol-A (Chemikalie, die in vielen Haushaltsprodukten enthalten ist) entdeckten, bezweifelt das hiesige Bundesinstitut für Risikobewertung einen solchen ursächlichen Zusammenhang. Die Frage nach einem eindeutigen Zusammenhang von Auslöser und Kreidezähnen ist also nach wie vor noch offen. 

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