Bakterielle Zahnentzündung: Risiko für Infekte

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Die Zähne sind über ein vielfältiges System aus Nerven und Blutbahnen und anderen Geweben mit dem gesamten Körper verbunden – das macht deutlich, warum im Falle einer Zahn-Erkrankung eine frühzeitige Behandlung erfolgen muss. Die Keime sollen nicht streuen. Vor allem bei einer tiefsitzenden Karies, aber auch bei bakteriell belasteten Zahnfleischtaschen ist das Risiko groß, dass die Mundkeime nicht nur den Kieferknochen infizieren: Eitererreger belasten Mundbogen, Mundschleimhaut und Rachen. Schwellen diese Bereiche aufgrund der Entzündung an, kann das bedrohlich werden für das Atmen, darauf wies kürzlich DDr. Christa Eder, Fachärztin für Mikrobiologie in Wien, in einem Beitrag für eine Zahnärzte-Zeitung hin. Zudem können Entzündungen am Herzen auftreten, in der Lunge, und eine Blutvergiftung (Sepsis) kann sich entwickeln. Sie hat bei ihren Forschungsarbeiten vor allem die Lebenswelt der Keime im Blick und stellte fest, dass sich manche Bakterien besonders gut entwickeln, wenn sie von den Stoffwechselprodukten anderer Bakterienfamilien leben konnten. In der Zahnarztpraxis werden solchen tiefgehenden Zahnschäden und Infektionen des ganzen Körpers durch rechtzeitige Diagnose und gegebenenfalls antibiotische Medikamente vorgebeugt. 

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