4. Langzeitimplantate: Was man beachten sollte

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Der große Erfolg der Zahnimplantate hat auch Neben-Aspekte, die einer besonderen Beobachtung bedürfen, darauf wies Prof. Dr. Frauke Müller, Universität Genf, im Rahmen des Jahreskongresses der wissenschaftlichen Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) Ende 2018 hin. Während es hocherfreulich sei, dass für Implantate mittlerweile eine 30jährige Überlebensdauer nicht mehr selten ist, müsse bedacht werden, dass der Patient selbst in dieser Zeit auch biologisch altere. Unter anderem verändere sich Form und Stabilität des Kieferknochens, was zu Veränderungen im Zusammenspiel von Zähnen und Ober-/Unterkiefer führe. Hier müsse Zahnersatz, auch implantatgetragener, entsprechend überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Sinnvoll seien, so die Empfehlung an die Kollegen, veränderbare Lösungen, die die Alterung des Patienten „mitmachen" und beispielsweise später in eine herausnehmbare Zahnersatz-Lösung umgewandelt werden können. Dies mache auch dann Sinn, wenn die Knochen des Patienten zwar noch eine gute Stütze für das Implantat darstellen – der Patient aber nicht mehr fähig ist, die anspruchsvolle Mundhygiene bei einer auf einem Implantat festsitzenden Prothetikversorgung zu meistern.

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