Stress: Zähne schützen

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Unerfreuliche Belastungen wie negativer Stress führen, wenn sie länger anhalten, im Körper zu verschiedenen ungesunden Folgen. Bei manchen Menschen antwortet der Bauch, meist Magen und/oder Darm, auf den Stress – bei anderen ist es der Mund. Man beißt auf einem Problem herum, kaut unerfreuliche Gedanken durch, verbeißt sich in eine belastende Situation. Das hat Folgen für die Zähne, die durch das widernatürliche Benutzen abgerieben werden oder ihrerseits gestresst reagieren. Belastend ist anhaltender Stress auch für die Kiefergelenke und nicht zuletzt das Zahnbett. Zahnärzte können den Stress, den Beruf, Familie oder gesellschaftliche Umstände auslösen, nicht ausschalten, aber sie können die Zähne davor schützen, bei der Stressverarbeitung in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Im Jahr 2016 haben Zahnärzte rund 1,6 Millionen gesetzlich versicherten Patienten eine solche Anti-Stress-Aufbiss-Schiene verordnet, teilte kürzlich die Barmer Ersatzkasse mit. Im Jahr 2012 waren es noch 1,38 Millionen Patienten, die einen solchen Zahnschutz erhielten. Die Zunahme der Verordnungen kann auch damit zusammenhängen, dass mehr Menschen die Zusammenhänge von Stress und Zahnschäden kennen. Bedacht werden muss: Schienen sind nur eine Übergangslösung, so die Krankenkasse. Es gehe darum, den Stress auszuschalten bzw. Entspannung zu lernen und zu praktizieren. 

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